Fotos: Suite.030

Jänner 2021

Schöner wohnen auf Zeit

Intimer als ein Hotel, aber ohne den improvisierten WG-Charakter von airbnb – bei suite.030 können anspruchsvolle Städtereisende, Langzeit-Touristen und alle, die sich (noch) nicht auf ein Wohnumfeld festlegen wollen, auf Zeit in einigen der schönsten Wohnungen Berlins einchecken

Die Idee kam Kolja Stegemann, als der damalige Werber und Markenstratege in der Folge eines Beratungsauftrags im Jahr 2012 für mehrere Monate nach Wiesba-
den berufen wurde. Als gebürtiger Berliner kannte er sich in der hessischen Landeshauptstadt zunächst überhaupt nicht aus, er ging also erstmals in die Fremde. Und ob das gebuchte Hotel strategisch günstig und schön lag, konnte er nur den vielleicht nicht gänzlich objektiven Informationen der hauseigenen Website entnehmen. Das bezogene Zimmer wurde ihm aber auf Dauer zu klein und bot keinerlei Spielraum für eine persönliche Note. Möblierte Unterkünfte von Privatanbietern erfüllten mit ihren ausnahmslos antiquierten Ausstattungen stilistisch so gar nicht den Anspruch des geschulten Ästheten, der daheim in Berlin selbst ein liebevoll eingerichtetes Domizil bewohnt. Und so mietete er schlussendlich
doch auf konventionelle Weise eine Wohnung in Wiesbaden an. Obwohl im klar war, dass das Engagement zeitlich begrenzt sein würde, war Kolja Stegemann der persönliche Wohlfühlfaktor in einem stilistisch passenden Ambiente groß genug, die Möblierung der Räume parallel zu seinem Zuhause in Berlin vorzunehmen. Auf- grund der eigenen Erfahrung in dieser Situation des Einwohners auf Zeit entwickelte der Profi in Sachen Start-up seine eigene Geschäftsidee. Schließlich lag es auf der Hand, dass seine Erfahrung sicher auch von Hunderten anderen Tag für Tag gemacht würde. Fun-Fact am Rande: Die Wiesbadener Wohnung hat der gewiefte Geschäftsmann noch drei Jahre lang möbliert mit guter Rendite
und Resonanz weitervermietet sowie selbst als Ferienwohnung genutzt. So sehr war ihm die Wahlheimat inzwischen ans Herz gewachsen.

Zurück in der Bundeshauptstadt begann für den Stil-Experten eine intensive Recherche des heimischen Immobilienmarktes. Die amerikanische Online-Platform Airbnb war erst kürz-
lich gegründet worden. Aber deren Konzept war eher auf das kostengünstige Übernachten ausgerichtet. Fraglos und wie die Geschichte gelehrt hat, ein erfolgreiches Geschäftsmodell mit nachhaltiger Daseinsberechtigung. Aber eben nicht das, was Kolja Stegemann vorschwebte. „Am Anfang dachte ich aus meiner Wiesbaden-Erfahrung einfach an eine kuratierte Auswahl möblierter Apartments, die wir über unsere Website exklusiv vermitteln“, erinnert sich der Gründer von suite.030. Die Wohnungen waren in der Großstadt erstaunlich schnell gefunden. Geeignete Wohnungen in der Großstadt damals aufzuspüren, glich einer Trüffelsuche. Denn damals galt Berlin nicht gerade als Mekka für Luxusdomizile. Das Gutbetuchte ihr kleines oder größeres Vermögen in lukratives Betongold in der Hauptstadt anlegen, entwickelte sich erst nach und nach. Als Zweitwohnung oder Investition in bleibende Werte – die schön eingerichteten, allenfalls partiell selbst genutzten Immobilien waren und sind gut gehütete Geheimtipps. Nur dank seiner guten persönlichen Kontakte in die Kunst- und Medienbranche fand Kolja Stegemann eine erquickliche Ausbeute an luxuriösen und absolut individuellen Unterkünften, die höchste Ansprüche zu erfüllen vermochten– ihrerseits allerdings auch hohe Ansprüche stellten.

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