Foto: Bang & Olufsen

Jänner 2021

Poul Henningsen sei Dank

Die Erfolgsgeschichte von Bang & Olufsen wurde seit jeher von äußerst innovativen Menschen geprägt. Von Menschen mit Ausdauer und Beharrlichkeit. Von höchst ambitionierten Menschen. Von
Menschen, die ihr Leben der Kreativität verschrieben haben. MORE THAN DESIGN blickt hinter die Kulissen und zeigt, wie aus dem kleinen Städtchen Struer die Designhauptstadt Dänemarks wurde.

Im Jahr 2020 genießt Bang & Olufsen weltweites Ansehen für sein unverwechselbares Sortiment an hochwertigen TV-Geräten, Musiksystemen und Hochleistungslautsprechern. Bekannt dafür, Home-Entertainment Systeme auf höchstem technologischem Niveau und in außergewöhnlicher Ästhetik zu entwickeln, setzt das dänische Unternehmen sein Know-How in Sound und Design mittlerweile auch in High-End-Produkten der Automobilbranche erfolgreich um. Das Ziel: Das Unterhaltungserlebnis für Musikliebhaber – auch unterwegs –
auf ein völlig neues Niveau zu heben.

Doch zurück zum Anfang: Alles beginnt 1925 in der Kleinstadt Struer im Westen Dänemarks mit zwei Enthusiasten, die sich für die Übertragung von Ton mittels elektromagnetischer
Wellen begeistern. Die jungen Ingenieure Peter Bang (1900–1957) und Svend Olufsen (1897–1949) leben auf einem Bauernhof und entwickeln in ihrer Freizeit einen Radioapparat. Was damals noch niemand wusste: Sie sollten mit diesem Schritt den Grundstein für ein Unternehmen legen, das sich zu einer internationalen Designikone und einem weltweit bekannten Symbol für herausragende Klang- und Bildqualität entwickeln wird.

Komplette Radios gibt es damals noch nicht zu kaufen – wer dennoch eines sein Eigen nennen möchte, muss es sich aus vorhandenen Komponenten selbst zusammenbauen. Das wollen Bang und Olufsen ändern: Sie planen, vollständige Apparate zu produzieren und diese so auch Menschen zugänglich zu machen, die sich mit Elektronik nicht auskennen. Das Startkapital zum Einkauf der Einzelteile stammt aus dem Verkauf von Eiern jener Hühner, um die sich Olufsens Frau Anna kümmert. Bald zeigt sich, dass die beiden Jungunternehmer auf das richtige Pferd gesetzt haben: die Radioapparate finden großen Anklang in der Bevölkerung. Sie verkaufen sich sogar so gut, dass die Dänen 1927 planen, ein Produktionsgebäude zu erstellen. Olufsens Vater mahnt allerdings zur Vorsicht und rät, das Haus so zu konzipieren, dass man es notfalls auch für etwas anderes – wie etwa eine Schule – nutzen kann, sollte die Firma bankrottgehen. Doch glücklicherweise sollte er nicht recht bekommen: Das Unternehmen wächst derart gut, dass das Gebäude stetig erweitert werden muss. Es wächst und wächst... bis es 1945 in einer Märznacht bei einer gewaltigen Explosion in Schutt und Asche gelegt wird: Ein Däne, der mit der deutschen Wehrmacht
kollaboriert, sprengt das Gebäude in die Luft, weil er die Firma antideutscher Aktivitäten verdächtigt. Doch sein Anschlag, den er mit dem Leben bezahlt, kann das Unternehmen nicht stoppen: Im September desselben Jahres steht die Fabrik bereits wieder.

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