Foto: Entners am See

Mai 2021

Ein Haus voller Orte

Unter Verzicht auf herkömmliche Tirol-Klischees, aber unter Berücksichtigung der spektakulären Naturkulisse, bauen BWM-Architekten das Traditionshotel Entners am See stufenweise um und positionieren es neu.

Am Fuße des Karwendelgebirges und direkt am Achensee liegt das Hotel Entners am See. Die einzigartige Lage zwischen den eindrucksvollen Bergriesen im Westen und den klaren Wassern des größten See Tirols im Osten sorgen für gänzlich unterschiedlich geartete Licht- und Blickverhältnisse. Ihnen galt es durch die Neugestaltung des Betriebes mit seinen 40 Zimmern gerecht zu werden.

ES WERDE LICHT

„Allein schon wegen ihrer Ausrichtung fällt in die „Achensee“ genannten Zimmer mit Seeblick weniger Licht ein“, erklärt BWM-Innenarchitekt Aleš Košak, „zudem sind sie vergleichsweise schmäler und ziehen sich tiefer ins Innere des Gebäudes.“ Darum hat man bei den zum See gerichteten Zimmern auf eher dunkle Farben und Materialen zurückgegriffen, die das nur sparsam eindringende natürliche Licht potenzieren. „Eine Technik, wie sie in den nordischen Ländern Europas schon seit sehr langem angewandt wird“, betont Košak. Im Unterschied dazu hat man bei den hellere, weniger tiefen und „Alpin“ genannten Zimmern, die sich den Bergen zuwenden, auf eine südländische Technik zurückgegriffen und die Inneneinrichtung der Zimmer ebenfalls hell gestaltet.

Fotos: Entners am See/ Andreas Pollok, Foto: Entners am See/ Lars Hammesfahr

 

HINEIN IN DIE NATUR

Die langgezogenen, zum See gewandten Zimmer betritt man durch ein Vestibül mit abgetrennter Toilette. Ihm folgt die Vanity-
Station, von der aus man übergangslos in den Schlafbereich gelangt, von dort in den Wohnbereich und schließlich auf den Balkon. Unterschiedliche Materialien wie der grüngekachelte Boden in der Vanity-Station und dunkler Schiffboden im Schlaf-und Wohnbereich heben einen Bereich vom anderen ab und betonen dieserart die Sequenz. In den in Dunkelgrün gehaltenen Kacheln, Wänden und Decken spiegelt sich der See wider, auf den ein höhergestelltes Bett den Blick erlaubt. Lokale Materialen wie grüner Stein und dunkler Marmor ziehen optisch die Natur ins Gebäudeinnere. Die weniger tiefen, breiteren und sonnigeren Zimmer mit Blick aufs Karwendelgebirge betritt man durch eine Art Vorraum, in dem sowohl Garderobe als auch Bad, Vanity-Station und abgetrennte Toilette untergebracht sind. Der Wohnbereich indessen befindet sich neben dem Schlafbereich. Auch hier sorgen lokale Materialen für eine sowohl optische als auch haptische Präsenz der umliegenden Natur im Gästezimmer.

Lesen Sie die gesamte Story auf READLYYUMPU News oder im MD Magazin - Viel Vergnügen!