• Faulmann präsentiert Küchendesign am Puls der Zeit: etwa die Natursteinküche ST-ONE von Strasser im Leather-Look

     

  • Küchenprofi mit Leidenschaft: Thomas Faulmann

    Foto: Ernst Kainersdorfer.

     

  • Wolfgang und Thomas Faulmann leiten das Unternehmen

    Foto: Ernst Kainersdorfer

     

Dezember 2015

Küchenprofi Thomas Faulmann im Gespräch

Wenn es um qualitative Küchen geht, sind Faulmann & Faulmann eine der ersten Adressen in Wien. Die Brüder Thomas und Wolfgang Faulmann sind seit über 15 Jahren ein glänzender Fixstern am österreichischen Küchenmarkt. Auf 800 m² Ausstellungsfläche in Wien Döbling zeigen sie internationale Küchen-Top-Marken. Wir haben mit Küchenprofi Thomas Faulmann zu den Themen Design, Qualität und aktuelle Küchentrends folgendes Interview geführt.

morethandesign: Wenn Sie auf die letzten Jahre zurückblicken – wie hat sich Ihrer Meinung nach das Design von hochwertigen Küchen verändert? Sowohl äußerlich als auch im Hinblick auf die „inneren Werte“.

Thomas Faulmann: Das Design ist klarer, zarter, geradliniger und puristischer geworden. Das Moto lautet eindeutig „weniger ist mehr“. Ganz im Gegenteil jedoch verhält es sich mit dem Innenleben. Hier gibt es beim Küchenspezialisten die perfektesten und schönsten Zubehörteile. Einlegeböden aus Holz mit Antirutschstreifen für die Auszüge muten z.B. wie die Böden eines schönen Segelbootes an. Unzählige raffinierte Einsätze aus Eiche, Rauchkastanie, Glas und Aluminium bieten beste Sortiermöglichkeiten in den Laden und Auszügen. MultiMatic-Schienen an den Innenseiten der Türen eingefräst bieten selbst an früher ungenützten Plätzen zusätzliche Stauräume für Gewürze, Nespresso-Kapseln, Magnettafeln, Hakenleiste u.v.m.

mtd: Wie wirken sich die veränderten architektonischen Lösungen – also offenere Wohnräume ohne Mauergrenzen – auf die Küche aus? Hat das auch die Gestaltung von Küchen beeinflusst?

Thomas Faulmann: Die Küche ist in den letzten 20 Jahren immer mehr in den Mittelpunkt des Lebens getreten. Heute wird die Hausfrau nicht mehr im stillen Kämmerlein weggesperrt. Das Kochen wird zum Teil der Veranstaltung. Immer mehr Männer kochen, teilweise auch gemeinsam mit ihrem Partner. Niemand sitzt mehr mit seinen Gästen am Couchtisch bei Kaffee und Kuchen – es werden zumeist mehrere Gänge serviert - alles spielt sich um die Küche und den Essplatz ab. Kochen ist heute eine Leidenschaft wie Essen und Trinken. Die Gäste werden in die Zeremonie des Kochens und Bewirtens eingebunden. Natürlich hat all das die Entwicklung der Küchenplanung und -gestaltung beeinflusst. Die Vereinigung der Küche mit dem Essplatz zum Zentrum des Wohnraums ist heute entsprechend dieser Entwicklung ein absolutes Must-have.

mtd: Wo sehen Sie derzeit die wichtigsten Küchentrends?

Thomas Faulmann: Der Trend geht eindeutig in Richtung Profiküche. Wir sehen uns gerne an, wie Profis kochen (nie zuvor gab es so viele Kochsendungen, Kochbücher etc.) und wollen es ihnen nach Möglichkeit gleich tun. Wir tragen dieser Entwicklung Rechnung, indem wir unseren eigenen Koch zu unseren Kunden nach Hause schicken, der sie vor Ort in der Bedienung ihrer neuen Geräte unterweist, und auf Wunsch sogar mit ihnen kocht. Bei den Oberflächen zeigen wir in unserem Haus neben den Standardvarianten auch Küchen mit Fronten aus Echtglas, Beton, Metall und Stein. Die sehen nicht nur unglaublich cool aus, sondern sind auch extrem praktisch. Die absoluten technischen Highlights lassen sich schwer in Worte fassen – die muss man in natura sehen. So zeigen wir z.B. das New Logica System – hier wird zusätzlicher Stauraum hinter der Arbeitsfläche geschaffen und durch in die Arbeitsplatte versenkbare Fronten abgedeckt. Oder Einschubtüren, hinter denen sich versteckte Arbeitsflächen befinden u.v.m.

mtd: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welche Küche Sie von welchem Hersteller in ihrem Schauraum in Döbling zeigen wollen?

Thomas Faulmann: Zuallererst nach Qualität, Design und Funktionalität. Die Entscheidung fällt immer unser Gefühl. Und unsere Liebe zum Detail.

mtd: Gibt es Ihrer Erfahrung nach spezifisch (ost)österreichische Vorlieben bei Küchen?

Thomas Faulmann: Hier muss wirklich differenziert betrachtet werden. Die Küche für die breite Masse mit austauschbarem Design und Qualitäten für viele Budgets oder die wirklich individuelle und unverwechselbare Küche für Liebhaber des schönen Wohnens, leidenschaftlichen Kochens, etc. Speziell in unserem Bereich gewinnt die Küche aus Glas immer mehr Fans.

mtd: Welche Bedeutung haben für Sie – aber auch generell – die großen Messen für den Küchenbereich? Wie sehen Sie spezielle Küchenschwerpunkte wie die Living Kitchen oder EuroCucina?

Thomas Faulmann: Die Messen sind grundsätzlich für uns wichtig um neue Produkte, Materialien und Hersteller kennenzulernen. Wir finden hier die Möglichkeit konzentriert viele Produkte mit relativ geringem Zeitaufwand anzusehen und rasch Kontakte knüpfen zu können. Und dazu sind für uns Schwerpunktmessen unersetzbar.

mtd: Wie leicht oder schwer haben es klein- und mittelständische Unternehmen in Österreich? Was würden Sie sich in dieser Beziehung wünschen?

Thomas Faulmann: Klein- und mittelständische Unternehmer werden es immer etwas schwerer haben als ein Großunternehmen. Wir haben ja unter anderem auch weniger Mitarbeiter zum Delegieren und müssen jeden einzelnen Bereich unseres Betriebes selbst kennen. Aber dafür stecken unser ganzes Herz und unsere volle Leidenschaft in unserem Unternehmen. Es sind aber in unserer Branche nicht die Großflächenanbieter, die uns Sorge machen. Vielmehr ist es die Entwicklung des Internets. Begibt sich der Kunde mehr und mehr in die Welt des reinen Preiskaufs, dann werden über kurz oder lang die Geschäfte mit der guten Beratung, der perfekten Betreuung und der Planungskompetenz verschwinden. Wenn der Unternehmer ausschließlich über den Preis verkaufen muss, wird er kein Geld für die Präsentation der Waren und perfekt geschulte Mitarbeiter aufbringen können. Wie soll er noch die oben genannte Leidenschaft nach vorne zeigen, die aber gleichzeitig das Einkaufen zum Vergnügen macht. Ich würde mir wünschen, dass der Konsument sich der Vorzüge des Einkaufs in einem realen Geschäft wieder mehr bewusst wird.

mtd: Welche Vorteile können Sie als Familienunternehmen dem Kunden entgegenbringen? Wo sehen Sie die Unterschiede im Umgang mit den Kunden, aber auch im internen Arbeitsablauf zu Großfirmen?

Thomas Faulmann: Ich selbst bin seit mehr als 30 Jahren in der Küchenbranche und lebe schon immer von der Mundpropaganda. Mittlerweile richte ich die Kinder und Enkelkinder meiner Kunden ein. Auch unsere Kinder sind in unserem Betrieb tätig. Und das ist das Schöne für unsere Kunden – irgendein Faulmann, oder eine „Faulfrau“ wird immer weiter für sie da sein. Die Leidenschaft, mit der unsere Kunden von unserem Team und unserer Familie betreut werden, kann ein Großunternehmen niemals aufbringen.

mtd: Was wünschen sie sich mittelfristig oder auch langfristig für die Zukunft? Haben Sie Visionen für eine ideale Unternehmerzukunft bzw. für die Welt der Küchen? 

Thomas Faulmann: Ich würde mir wünschen, dass die Menschen gleich wie in den letzten Jahren auch zukünftig unsere Leidenschaft für richtig schöne Küchen teilen. Wenn dazu beim Konsumenten das Bewusstsein aufrecht bleibt, dass Qualität und Design ihre Werte haben, dann steht einer weiterhin positiven Unternehmensentwicklung nichts im Wege.

Vielen Dank für das Interview

http://www.faulmann.at

SHARE

Wissenwertes für Sie

In Wien gibt es zurzeit eine ganze Reihe von großen Immobilienprojekten in verschiedensten Entwicklungsstadien. Hier die neue Austro Control Zentrale in der Schnirchgasse 11 von AZPML-SHARE architects und SHARE architects.

August 2015
Im Gespräch

Absolut geradlinig kommt das neue Schramm-Bett TERRA daher. Das rechteckige Kopfteil ist breiter als das Bett und wird von zwei komfortablen, abnehmbaren Kissen dekorativ ergänzt. Ein neuer Look für Menschen mit Sinn für sachliche Ästhetik.

Fotocredits: © Schramm

Juni 2015
Im Gespräch

Der Christine Kröncke Showroom in der Ludwigstraße 6 in München

Foto: Wolfgang Pulfer.

Juni 2015
Im Gespräch