• Stars wie Kim Kardashian lieben die ausgefallenen Kreationen von Judith Leiber. © Judith Leiber Museum

     

  • "Man muss einen Sinn für Humor haben." Diese Aussage findet sich in den Taschnekreationen wider. © Judith Leiber Museum

     

  • Ein Cupcake der sich nicht auf die Hüften schlägt und optisch ein echter Blickfang ist. © Judith Leiber Museum

     

  • Alle Designs gingen von Anfang bis Ende durch die Hände Leibers. © Judith Leiber Museum

     

November 2018

Die Taschenmacherin: Judith Leiber

Es gibt wenige Dinge, die das Leben einer Frau so stetig, zuverlässig und innig begleiten wie eine Handtasche. Judith Leiber, deren Taschen als Fabergé-Eier der Mode gehandelt werden, verwandelte ebenjene Zeit ihres Lebens in regelrechte Kunstobjekte. Im April ist die Designerin verstorben – und mit ihr eine der letzten, zwar weniger bekannten, aber beeindruckend leidenschaftlichen Symbolfiguren einer wahrhaft frivolen Idee von Luxus.

Es gibt nicht viele Frauen, die die Boulevard-Presse und das Medieninteresse auf internationalem Niveau derzeit so derartig stark in den Bann ziehen wie Kim Kardashian. Nun, man kann dieser Frau gewiss vieles nachsagen. Jedoch sicher nicht, dass das, was sie trägt nicht augenblicklich für Furore sorgt. Es ist erst ein paar Wochen her, da erschien sie – in gewohnt körperbetonter Kleidung – auf dem Roten Teppich. In ihrer Hand: Eine Packung Pommes Frites – kristallbesetzt, versteht sich. Das Taschen-Modell ‚Rainbow French Fries‘ stammt aus dem Hause Judith Leiber Couture, kostet schlappe 5000 Euro und hat nur wenige Monate nach dem Tod der Gründerin einen riesigen Buzz um die die über 50 Jahre alte Marke kreiert.

Es ist eine überaus humorvolle Dimension, die genanntem und vielen weiteren Modellen aus dem Hause anhaftet: Von formschönen Schmetterlingen über glitzernde Pommes Frites bis hin zu übergroßen Telefonhörern im Stile der Neunziger – es ist dieses wunderbar frivole, opulente Moment, dass die Täschchen – so kann und darf man sie durchaus nennen – ausstrahlen. Eines, das in einer von Pragmatik, Komfort und Nachhaltigkeitsbestrebungen gekennzeichneten Modebranche sehr erfrischt. Und Spaß macht.
Wer die turbulente Geschichte der gleichnamigen Designerin dahinter kennenlernt; den Zufall, der zum ikonischen Look der Marke führte und auch die mitunter tragischen Umstände, der versteht, wie und warum Judith Leiber Couture in den 60er-Jahren zu der wohl ersten amerikanischen Luxusmarke avancierte.

Mehr zu den humorvollen Kreationen und der Frau, die dahinter steht, gibt es in der aktuellen Ausgabe MORE THAN DESIGN Oktober 2018 zu lesen.

Auch ganz bequem unterwegs via Readly: www.readly.com/morethandesign

Text: Vanessa Pecherski

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