• Zusammengestellt von Markus Schraml und  Anna M. Del Medico.

     

  • Mama Nepal heißt dieser Sessel, den Paola Navone für Baxter designt hat. Er besteht aus einem Metallrahmen mit rostfreiem Email-Finish. Der Sitz ist aus Birkensperrholz, die Rückenlehne aus gebogenem Buchensperrholz gefertigt. Das mit Abstand auffälligste Merkmal ist aber seine Polsterung aus Poly­urethanschaum und Acrylfaser. Sie macht diesen Sessel zu einer eher haarigen Angelegenheit, die schon mal an den Yeti höchstselbst denken lässt. Gleichzeitig entspricht dieses Möbel der Intention von Baxter, sich den italienischen Möbelstil der 1950er für die Kollektion 2014 zum Vorbild zu nehmen. www.baxter.it „Eine der Einschränkungen des Designers ist die, dass er nicht ohne Kunden funktionieren kann. Der Designer braucht einen Kunden, mit dem er eine symbiotische Beziehung bilden kann, in der der eine bezahlt und der andere ausgibt.“ George Nelson

     

  • Das Spiel mit den Farben – 20 Jahre Paola Lenti

     

  • Paola Lenti feiert in diesem Jahr das 20ste Firmenjubiläum. Eine Zeitspanne, in der die Philosophie des Unternehmens – funktionale, elegante, einfache und langlebige Möbel herzustellen – von der Vision zur Realität reifte und in der ein unverwechselbarer Stil entstand, der seine Eckpunkte in freundlich angenehmen Formen und lebendigen, inspirierenden Farben findet. Tatsächlich waren und sind es einerseits die Farben, die den ästhetischen Anspruch am besten zum Ausdruck bringen, andererseits die puristischen Formen, die eine Brücke zwischen Tradition und Modernität, zwischen Leichtigkeit und Präzision sowie zwischen Schönheit und Funktionalität schlagen. Auch im Jubiläumsjahr bringt Paola Lenti eine Reihe von neuen Produkten heraus. Die Palette reicht vom Klappstuhl Portofino (Design: Vincent Van Duysen) über das modulare Sofasystem Move von Francesco Rota bis hin zu neuen Teppichen für In- und Outdoor. Sehr sympathisch sind die Sonnenschirme Bistrò und Mogambo. Bistrò gibt es in einer flachen und einer kuppelförmigen Version. Der fixe Sonnenschirm Mogambo versprüht durch die handgewebte Oberfläche exotisches Flair. www.paolalenti.it

     

  • Wer auf dem Sofa Mariposa Platz nimmt, ist von Kissen umgeben. Ganz klar – hier geht es um Gemütlichkeit, die durch eine rundum angenehm weiche Polsterung erreicht wird. Das Sofa strahlt großzügige Offenheit aus und bleibt dabei dank seiner ausgewogenen Proportionen zurückhaltend. Der Verstellmechanismus der Seiten- und Rückenlehnen sorgt für die Anpassungsfähigkeit der individuellen Sitz- oder Liegepositionen. Die schlanken Seiten- und Rückenlehnen lassen sich stufen- und geräuschlos um etwa 30° bewegen, von einer aufrechten in eine nach außen abgewinkelte Position und zurück. Der Widerstand ist so eingestellt, dass sich die Lehnen bei normalem Anlehnen nicht verstellen, aber bei absichtlich höherem Druck in die gewünschte Neigung bewegen lassen. Dank der komfortablen Sitztiefe können sich zwei Personen einander zugewandt mit hoch genommenen Beinen längs gegenüber setzen. Design: Edward Barber & Jay Osgerby. www.vitra.com

     

  • Nach mehr als zweijähriger Entwicklungszeit wurde auf dem Salone del Mobile das Sofasystem Bras, das Khodi Feiz für den Maastrichter Hersteller Artifort designt hat, präsentiert. Besonders prägend für dieses Sofa sind die Armlehnen, durch die die Arme in ihrer natürlichen Haltung ganz entspannt auf der Lehne ruhen. Der Bewegungsverlauf eines sich abwinkelnden Armes war für Khodi Feiz die Inspiration für das Design. Diese Bewegung, wie in fotografischen Einzelbildern festgehalten, spiegelt sich in Bras wider. Sitzfläche sowie Rücken- und Armlehnen werden einzeln gepolstert und erst im Anschluss miteinander verbunden, damit die straffen Rundungen des Sofas zusätzlich akzentuiert werden und das Modell seinen schwerelosen Charakter erhält. www.artifort.com

     

  • Das Motto der italienischen Manufaktur Zanotta impliziert eine Design-Anschauung, die mit der Gestaltung von Produkten auch kulturelle Innovationen und neue Lifestyles verbindet. Zwölf neue Möbel präsentierte das Unternehmen auf einem Salone-Messestand, der vom Studio BPM (Bertero, Panto, Marzoli) designt und von Ludovica+Roberto Palomba zusätzlich gestylt wurde. Das wundersamste Stück darunter war Nuno, vom japanischen Designer Kensaku Oshiro: Eine bemerkenswerte Kreation, die von der Arbeit von Sattlern inspiriert ist und gleich mehrere Funktionen in einem Stück vereint – Hocker, Schemel, Skulptur und Aufbewahrungsort. Die Grundstruktur wird vollständig von weichem Rindsleder umschlossen und ist mit einem Organizer-Fach ausgestattet. Die ausgeprägte Individualität dieses Objekts, die den Betrachter in seinen Bann zieht, wird durch das Leder und die gute, detailgenaue Verarbeitung bestimmt. www.zanotta.it

     

  • Alain Gilles hat seinen neuen ausziehbaren Tisch Tracks getauft. Die Kreation für Bonaldo hat eine einfache architektonische Struktur und kann dank diverser Farbvarianten ganz unterschiedliche Eindrücke vermitteln. Die Schienen (engl. „Tracks“) sind zwei para­llele Achsen aus Stahl und bilden den Verlängerungsmechanismus. Durch die gläserne Tischplatte ist diese Konstruktion deutlich zu sehen und wird somit zu einem wesentlichen visuellen Element, welches das Aussehen dieses Tisches bestimmt. www.bonaldo.it

     

  • Glasspezialist Fiam stellte seine Neuheitenpräsentation 2014 unter das Credo „Ironie“. Gemeint ist eine Art von Ironie, die mit Bedeutungen, Formen und der Geschichte des Glases als kreatives Material im Möbeldesign spielt. Das beinhaltet auch das Spiel mit den Unterschieden von Materialien: Glas kombiniert mit Holz, Stahl und Aluminium. Doriana und Massimiliano Fuksas haben den Kaffeetisch ROY designt. Ein Stück, das auf die hypnotische Kraft von Glas setzt. Die Glasplatte ruht auf einer konkaven Basis und wird dadurch zu einer Linse, die die Aufmerksamkeit des Betrachters/der Betrachterin einfängt und ihn/sie einlädt hindurchzuschauen, um ein Bild zu sehen, das auf dem Kopf steht. Das Architekten-Paar sieht darin eine philosophische Metapher, einen Vorgang der Veränderung – vom Speculum (Spiegel) zur Spekulation. www.fiamitalia.it

     

  • Die Stuhlkollektion PRO entwickelt sich für Flötotto zu einer Erfolgsgeschichte mit immer neuen Kapiteln. Was als Stuhl für die Schule begann, wurde auf dem Salone del Mobile um einen charakterstarken Armchair erweitert. Zusätzlich zeichnete das Londoner Design Museum die ganze PRO-Familie nun mit dem „Design of the year 2014“-Award in der Kategorie Möbel aus. Die Jury hob vor allem die ergonomischen Qualitäten hervor, die zu einem gesünderen Sitzverhalten beitragen würden. Der neue PRO Armchair ist zum Start mit zwei verschiedenen Gestellen erhältlich: einem neu entworfenen prägnanten vierstrahligen Holzgestell sowie einem vierstrahligen Aluminiumgestell. www.floetotto.de

     

  • Der Kunststoff-Pionier Kartell feiert 2014 sein 65-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass stellte das Unternehmen seinen Salone-Schwerpunkt unter das Motto „Precious Kartell – A new shade of Gold“. Noch mehr als in den vergangenen Jahren wurden Qualität und Kostbarkeit, Glamour und „Luxus“ der Kunststoffe hervorgehoben. Viele der 30 Produktneuheiten zeigte Kartell mit den neuen brillanten Metallbeschichtungen in Gold, Bronze, Silber, Glanzschwarz und Kupfer. Wie hochwertig geschliffenes Glas wirkt die transparente, wiederaufladbare Tischleuchte Battery von Ferruccio Laviani. Der italienische Designer zum aktuellen Trend im Bereich Kunststoff-Möbel: „Dieses Jahr hat sich der Kunststoff endgültig zu einem wertvollen, seltenen und technologischen Material entwickelt. Neue Gusstechniken, die bis vor wenigen Jahren undenkbar waren, Metallic-Ausführungen und glänzende Ausführungen, die ein zeitgemäßeres Bild ergeben, das dem modernen Geschmack eher entspricht, neue Objektfamilien, die sich neuen Verwendungsmöglichkeiten öffnen und ein Produktsortiment, bei dem der Kunststoff als neue Formensprache verstanden wird.“ www.kartell.it

     

  • Während der diesjährigen Mailänder Designwoche präsentierte Nina Mair ihren Silent Space. Der in Innsbruck ansässigen Designerin ging es dabei um akustisch relevante Objekte, die helfen, den Geräuschpegel in offenen Büros und öffentlichen Gebäuden, aber auch in Privatwohnungen zu senken. Ein gutes Beispiel dafür ist die Leuchte RELAX aus der gleichnamigen Kollektion, die sowohl ein eleganter Leuchtkörper als auch ein akustischer Absorber ist. Die charmanten, „fliegenden Untertassen“ verteilen sich im Raum und schlucken alle lauten, nervigen Geräusche. Diese Schallabsorber mit Lichtring neutralisieren nahezu 100 % an Geräuschen, die im Frequenzband der menschlichen Stimme entstehen. Mittels Stahlseilen werden die runden Elemente mit einer Oberfläche aus Merinowolle von der Decke abgehängt. Die Vielfalt ist groß: 36 Farben können mit verschiedenen Stoff-, Holz- oder Aluminiumoberflächen kombiniert werden. www.ninamair.at

     

  • Die Idee hinter MIA von Francesco Bettoni ist einfach und einleuchtend: ein Polster wird gefaltet, um ein Nest zu formen, das einen Ort der Entspannung schafft. So einfach seine Erscheinung, so vielseitig sein Charakter, denn dieser Sessel erhält durch die kontrastierende Naht viel Persönlichkeit. Der weiche Look wirkt nahezu sportlich und erinnert an Designs von Sportschuhen (Converse) oder Sporttaschen (Adidas). MDF Italia bietet diesen Sessel (und Hocker) auch mit einer Naht an, die Ton-in-Ton gehalten ist, was diesem Stück einen völlig anderen Charakter verleiht. Der Rahmen besteht aus Massiv- und Schichtholz. www.mdfitalia.it

     

  • Als elegante Weiterentwicklung des Lotus Armchair, besteht der neue LOTUS DE LUXE von Jasper Morrison aus einem Rahmen aus Walnuss- oder naturbelassenem Eichenholz und der typisch geformten Polyurethan-Polsterung aus Stoff oder Leder. Der Fuß ist aus Chrom bzw. Dunkelbraun, Schlamm oder Weiß lackiert. Trotz seines feinen Profils kann der Sessel in unterschiedlichen Winkeln fixiert werden. Dieser Komfort macht ihn sowohl für den Wohnbereich als auch für öffentliche Räume passend. Die Palette der Ausführungen reicht von niedrig, mittel bis zu einem hohen Sessel, mit oder ohne Armlehnen, mit oder ohne Räder und natürlich gibt es den LOTUS DE LUXE auch in einer Relax-Version. Hersteller: Cappellini. www.cappellini.it

     

  • Rolf Benz 50. Das Jubiläumssofa

    Geformt von Designer Norbert Beck mit einem feinen Verständnis für die Marke, wird das Rolf Benz 50 zu einem neuen Höhepunkt in der 50-jährigen Unternehmensgeschichte. Als Hommage an das Programm „Addiform“ aus dem Jahr 1964 gestaltet, bietet dieses Sofa durch unterschiedlichste Maße und eine umfangreiche Auswahl an Elementen viel Freiheit für die zeitgenössische Raumarchitektur. Aus vier Schichten luxuriös aufgebaut, kann der Sofasitz wahlweise um eine neue Technologie ergänzt werden: Sie ermöglicht auf sanften Körperdruck die stufenlose Verstellung von der Sitz- in die Relaxposition, bei einer gleichzeitigen Verlängerung des Rückenteils. Das optionale Funktions-Rückenkissen ist komfortabel gepolstert und verfügt über eine stufenlos verstellbare Mechanik, die es in eine Kopfstütze verwandelt. www.rolf-benz.com

     

  • Das leichte, ausbalancierte Design des Stuhls M10 lässt kaum vermuten, wie viel Forschung in den Bereichen Material und Technik dafür notwendig war, bis schließlich ein Maximum an Stabilität und Haltbarkeit erreicht wurde. Designer Patrick Norguet und Cassina haben mit diesem Stuhl einen perfekten Weg zwischen Innovation und Tradition gefunden. Die Sitzschale balanciert auf einem auf den Kopf gestellten Y. Die dünnen Holzbeine, die von einer innen liegenden Metallstruktur stabilisiert werden, gehen in die Armlehnen über und bilden einen Kontrast zur leicht gepolsterten Sitzfläche mit abgerundeter Rückenlehne. „Durch diese tolle Architektur wollte ich den Eindruck von Instabilität erzeugen. Diese feine Balance ist das Resultat eines technischen Prozesses, der im Dialog mit Cassina vonstatten ging“, erklärt Patrick Norguet. www.cassina.com

     

  • Prostoria/Kvadra ist ein junges kroatisches Unternehmen, das in Zagreb produziert und sich auf Polstermöbel spezialisiert hat. Der Messeauftritt in Mailand stand unter dem Motto „Every room has a story“ und stellte den Sessel Polygon unter einen transparenten Würfel ins Zentrum. Auf dem feinen Rahmen dieses Möbels sitzt eine geometrische Form die kubistisch anmutet. Rückenlehne und Sitz erscheinen wie zwei Puzzle-Teile desselben Bildes, die aber nicht vollständig zusammenpassen wollen und deshalb etwas Abstand voneinander halten. Bewegt sich der Betrachter um den Sessel, ändern sich die vieleckigen Formen immer wieder. Für das Design zeichnen Numen/For Use verantwortlich. Sie konnten für Polygon den „Interior Innovation Award 2014“ gewinnen. www.prostoria.eu

     

  • Die Flou-Kollektion 2014 ist das Ergebnis einer harmonischen Kombination aus Forschung, Design, edlen Materialien und Bearbeitungen, bei denen Technologie und Handwerkskunst den Weg gemeinsam gehen. Eine Serie, die ohne Zweifel heraussticht, ist die Gentleman-Kollektion von Carlo Colombo, die aus Sessel, Sofa, Kommode, Nachttisch, Zigarrenschrank und einem Sekretär besteht. Letzteres Möbel verleiht jeder Wohnung eine feine Note. Seine Eleganz wird durch das edle Material, die hochwertige Verarbeitung und das praktische Zubehör unterstrichen. Die gebogene Holzstruktur ist außen mit Leder verkleidet, die umlaufende Lederkante ist Ton-in-Ton oder in Kontrastfarbe ausgeführt und das Innenleben besteht aus Ebenholz mit mattem Oberflächenfinish. www.flou.it

     

  • Die Geschichte begann im Jahr 2012 in London und mit der Ausstellung „Lina Bo Bardi: Together“, die Kuratorin Noemi Blager, Filmemacher Tapio Snellman und Künstlerin Madelon Vriesendrop erdacht hatten und die von Arper gesponsert wurde. Der kreative Geist und die Produkte der italienisch-brasilianischen Freidenkerin Bo Bardi (1914 –1992) animierten die italienische Möbelmanufaktur dazu, eine Partnerschaft mit dem Institut Lina Bo und P. M. Bardi einzugehen und eine Edition von Lina Bo Bardis berühmtem, aber nie in Serie produzierten Bowl Chair herauszubringen. Im Rahmen der Mailänder Designwoche wurde dieser 1951 designte Sessel in verschiedenen Ausführungen, die alle von den Skizzen der Designerin inspiriert sind, präsentiert. Das Design des Sessels ist individuell, verschließt sich aber gleichzeitig nicht der industriellen Produktion. Der Bowl Chair ist von seiner Struktur her flexibel, in seiner Form universell und folgt der Hauptintention Bo Bardis: die menschliche Interaktion mit dem Objekt herauszufordern. www.arper.com, www.linabobarditogether.com/de

     

  • Im Kern der Messepräsentation von Roche Bobois stand der Designer Christophe Delcourt und im Zentrum dessen Kollektion wiederum das Sofa ACE, ein Projekt, das im Ideen- und Formenlabor „Collection Particulière“ entwickelt wurde. Dem Betrachter präsentiert sich dieses Möbel als eine Skulptur, deren großzügig bemessene Formen durch die breiten Nähte und offenen Kanten betont werden und somit Spannung und Struktur erhalten. „Als ich mit dem Entwurf des Sofas ACE begonnen habe“, erklärt Delcourt, „hatte ich etwas sehr Mineralisches vor Augen. Ich stellte mir einen Schwimmer vor, der aus dem Wasser kommt und seinen Körper auf einem von Sonnenstrahlen aufgeheizten Felsen ausstreckt. Genau dieses egoistische und fast schon primitive Gefühl wollte ich wiedergeben, es sollte mir als Matrize für meinen Entwurf dienen. Ein grund­solides Stück, bodenständig, fast noch roh – perfekte Rundungen und Längen, kraftvoll bearbeitet.“ www.roche-bobois.com

     

  • Ein weiteres Beispiel für die immer länger werdende Reihe von Re-Editionen ist das Bücherregal Albero von Poltrona Frau. Es wurde von Gianfranco Frattini (1926 –2004) Ende der 1950er-Jahre entworfen und war damals ein visionäres Objekt. Poltrona Frau bringt dieses wenig bekannte Möbel nun in einer getreuen Neuauflage heraus. Die Bezeichnung Bücherregal greift hier allerdings zu kurz, denn es ist selbsttragend, drehbar, frei zusammenstellbar und kann als skulpturale Installation und Blickfang im Raum dienen. Mit seinen einstellbaren Zahnstangen und den Kolben-Konsolen, scheint dieses unkonventionelle Bücherregal die Struktur einer Motorantriebswelle nachzubilden. Da es aber gänzlich aus Holz gefertigt ist, strahlt es die Wärme und Lebendigkeit dieses Materials aus. www.poltronafrau.com

     

  • Die finnische Manufaktur Nikari Oy wurde 1967 gegründet und setzt auf nachhaltiges Holzdesign. Es werden Möbel und maßgeschneiderte Einrichtungen aus zertifiziertem Holz für öffentliche Gebäude und Privathäuser produziert. Das Holz stammt aus den heimischen Wäldern und wird in hoher Qualität verarbeitet. In Mailand präsentierte Nikari den brandneuen Stuhl December XL von Jasper Morrison und Wataru Kumano. Das Design folgt der Form des originalen „12 Designs for Nature“-Stuhls December, unterscheidet sich aber im Material (nun Eiche und Leder) und in seiner Größe. Der December XL, der seine skandinavische Herkunft nicht verleugnen kann, eignet sich für den Privat- als auch Objektbereich. www.nikari.fi

     

  • Lipp heißt das neue Sofa von Piero Lissoni, das der Architekt und Produktdesigner für Living Divani gestaltet hat. Es verkörpert luxuriösen Polstermöbelstil in zeitgemäßem Geist und mit viel Sinn für Geometrie. Der Rahmen der Rücken- und Armlehnen ist aus Mehrschicht-Pappelholz gefertigt. Die Rahmenstruktur der Sitzfläche besteht aus dünnem Stahlrohr (30 x 50 mm) mit schwarzer Epoxidharz-Pulverbeschichtung, die mit elastischen, beschichteten Gummigurten bespannt ist. Die Polsterung wird aus Polyurethanschaum und Acrylfaserschichten hergestellt und in ein Material aus Polyamid-Samtstoff eingeschlossen. Living Divani setzt 2014 die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lissoni fort, die ja nicht nur Produktinnovationen hervorgebracht hat, sondern auch die Neugestaltung der Zentrale des Unternehmens in Anzano del Parco (2007) beinhaltet. www.livingdivani.it

     

  • Die zweite Ausgabe der „Urban Stories“ beehrte die wunderbaren Räumlichkeiten des Palazzo Litta während der diesjährigen Mailänder Designwoche. Zwei Produktdesignbüros und zwei Architekten erzählten ihre Stadtgeschichten als fesselnde Installationen in historischem Ambiente: Emmanuel Babled, GamFratesi, Alvin Huang und Daniel Libeskind. Stararchitekt Libeskinds „Berlin Dreams“ entstanden in Kooperation mit AGC Glass Europe und Fiam Italia und präsentieren ein Stück Glas-Architektur, das auf neun unsichtbaren Linien beruht, die den Potsdamer Platz durchschneiden, kurz bevor dieses Niemandsland zwischen Ost- und Westberlin wieder aufgebaut wurde. Jede dieser „Muse Lines“ repräsentiert eine Gruppe von architektonischen Typologien, die die Stadtgeschichte beschreiben. Aus dieser Matrix entsteht eine geometrische Form, die als Objekt im Raum steht. Alvin Huang (Synthesis Design + Architecture) gestaltete den „Pure Tension Pavilion“ für Volvo, um deren neues elektrisches Hybrid-Auto V60 zu präsentieren. Die Struktur ist so gestaltet, dass sich der Pavillon zusammenlegen lässt und in den Kofferraum eines Autos passt. Das Design zieht unweigerlich die Blicke auf sich. www.moscapartners.it

     

  • Ein neuer Sessel aus dem Hause Flexform trägt den Namen A.B.C.D. Antonio Citterio entwickelt damit seinen Entwurf aus dem Jahr 1996 (A.B.C.) sozusagen um einen Buchstaben weiter. Die kompakte Form mit einem markanten Sockel und Rahmen aus Metall ist das auffälligste Merkmal dieses Sessels. Vor allem die Gestaltung des Metallgestells unterscheidet ihn von dem Vorgänger aus den 90er-Jahren. In der 2014er-Version wird der patentierte Ausziehmechanismus nicht mehr so offensichtlich zur Schau gestellt wie beim Original, sondern versteckt sich innerhalb des Metallsockels. Wie gewohnt, ändert sich durch das Vorfahren der Sitzfläche auch der Winkel der Rückenlehne, wodurch sich eine komfortablere Sitzposition ergibt. Die Polsterung des Sitzes und der Rückenlehne besteht aus Polyurethanschaum, der mit einem Schutzbezug aus Stoff umgeben ist. Die Leder- bzw. Stoffbezüge sind abnehmbar. www.flexform.it

     

  • Die Ursprünge von USM liegen in der Büromöblierung. Nun bieten sich aber gerade jene Eigenschaften dieses Möbelbausystems hinsichtlich Flexibilität und Individualisierbarkeit auch für andere Bereiche an. Kein Wunder also, dass USM in den letzten Jahren immer mehr in Wohnräumen zum Einsatz gekommen ist. Da aber Wohnende zum Teil ganz andere Anforderungen an ihre Möbelstücke haben, musste sich USM anpassen. Und zwar in Bezug auf die Farbgebung, die Haptik und die Funktionalität. Einen Schritt weiter in Richtung Wohnlichkeit. www.usm.com

     

  • Die Home-Linie von Missoni hat sich über die Jahre von der Herstellung von Stoff-Kollektionen bis zu Einrichtungsgegenständen und Möbeln weiterentwickelt. Rosita Missoni, die Erfinderin der Home-Marke sagt: „… Missoni-Home lebt. Sie entwickelt sich ständig weiter und diese Entwicklung wird nie beendet sein.“ Die Kollektion 2014 ist einmal mehr ein Spiel mit Farben und Mustern, das die Einrichtungswelt von Missoni mit der Modewelt verbindet. Der Ausgangspunkt und Kern der Home-Marke ist immer klar ersichtlich – es sind die expressiven Stoffbezüge, die in jedem Interieur starke Akzente setzen. Gut zu sehen etwa beim Ensemble NAP – mit Chaiselongue, Sofa und Hocker – mit dem fantasievoll bunt-karierten Pittsburgh-Motiv. www.missonihome.it

     

  • Der kalifornische Möbelhersteller Coalesse steht für Design-Lösungen, die einen fließenden Übergang von Arbeit und Privatleben erlauben. Anhand von Studien zu modernen Arbeitsformen und der Kreativität von weltbekannten Designern wie Jean-Marie Massaud, Patricia Urquiola und Scott Wilson entstehen raffinierte Produkte, die neue Lebens- und Arbeitsmodelle unterstützen. Auf dem Salone präsentierte Coalesse unter anderem den neuen Carbon Fiber Chair von Michael Young. Er besteht zu 100 % aus Carbonfaser, einem der leichtesten Materialien für Industrie und Design. Der Stuhl ist somit ultraleicht und dabei außergewöhnlich leistungsfähig: bei einem Eigengewicht von unter 2,3 kg kann er mit bis zu 136 kg belastet werden. Michael Young erklärt: „Form und Struktur des Stuhls entstanden als Ergebnis der Zusammenarbeit mit einem Unternehmen, das auf die Herstellung von Hochleistungsfahrrädern spezialisiert ist. Diese Technik ist ideal für die Entwicklung eines ultraleichten, stapelbaren Stuhls. Wir wollten einen funktionalen und ergonomischen Carbonfaser-Stuhl designen. Der äußerst ökonomische Materialeinsatz folgt strengen technischen Richtlinien.“ www.coalesse.de

     

  • Mit raumplus-Gleittüren gelingt ein Brückenschlag von traditionellen Altbauten zu modernen Interieurs. Mit einer Schiebetür können die Räume stilvoll getrennt werden und sind so eine feine Alternative zu schweren Holztüren. In Altbauten wurden häufig Wandtaschen mit Schiebetüren zwischen Salon und Speisezimmer sowie weiteren Räumen eingesetzt. Damit ließen sich die jeweiligen Bereiche zeitweilig voneinander trennen, um anschließend wieder zu einer attraktiven, weiten Flucht geöffnet zu werden, die die Großzügigkeit der Räume erst richtig zur Geltung brachte. Heute sind diese Wandtaschen überwiegend noch vorhanden, die alten Türen aber oft nicht mehr. raumplus schafft Abhilfe: mit maßgenauen Gleittüren, als „Pocket Door“ konfektioniert, wird die unverändert gültige Raumtrennung zeitgemäß wiederbelebt. www.raumplus.com

     

#2 Juni 2014

Milan Design Week 2014 - Hotspot des Möbeldesigns

Ausstellungen, Events, Produktpräsentationen, Installationen, Messetrubel – während des Salone del Mobile in Mailand mutiert die gesamte norditalienische Metropole zum Mekka der Möbel-industrie und deren Protagonisten, der internationalen Fachpresse sowie der Design-Aficionados auf der ganzen Welt. Die wichtigsten europäischen Möbelhersteller zeigen eine Woche lang, was schön, gut und neu ist. Seien es wirklich neue Kreationen, Kollektions-Erweiterungen oder Re-Editionen vergangener Klassiker.
Auf den folgenden Seiten präsentieren wir, was uns bemerkenswert, außergewöhnlich oder einfach nur schön erscheint. 

Möbel für Arbeitsnomaden.

Verbindet Gestern und Heute.

Everyday Comforts Of Home

Unter dem Titel „Unexpected Welcome“ präsentierte Moooi seine Kollektionen während der Milan Design Week auf 1.700 m² in Form von unterschiedlichen Einrichtungskombinationen in der Via Savona 56. Die Produkte des Labels des großen, immer freundlich lächelnden Niederländers Marcel Wanders wurden in dieser Schau vor den großflächigen Fotos Massimo Listris arrangiert, die historische Interieurs abbildeten und der ganzen Komposition enorm viel Perspektive verliehen. Marcel Wanders: „In einer Welt, die von Neuem dominiert wird, möchten wir unsere Arbeiten in einen Kontext von Ewigkeit stellen. Massimo Listri ist der naheliegende Botschafter dieses ewigen Erbes.“ Auf dem Foto ist unter anderem der Love Chair und das Love Sofa von Wanders sowie die Leuchte Colour Globe im Design von Scholten & Baijings zu sehen. www.moooi.com

 

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