• © Benjamin Loinger

     

  • Den iF Student Design Award erhielt der Tiroler 2016 für das zwei Jahre zuvor entstandene KTM-Projekt, bei dem die Zukunft der KTM-Elektromobilität im Fokus stand.

    © Benjamin Loinger
     

     

  • Entwurfsskizzen, KTM-Projekt

    © Benjamin Loinger

     

  • Entwicklung des Prototyps, KTM-Projekt

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  • Nach Fertigstellung der zahlreichen Entwurfszeichnungen entstand ein Prototyp aus Styropor.

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  • © Benjamin Loinger

     

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  • © Benjamin Loinger

     

  • © Benjamin Loinger

     

  • © Benjamin Loinger

     

  • Die „reale Fahrt“ über die Stufen absolvierte Loinger mit seinem Single Speed ... die KTM kam erst mit Photoshop ins Bild.

    © Benjamin Loinger

     

  • Seinen ersten iF Students Design Award erhielt Loinger 2015 für sein im dritten Studiensemester realisiertes Wall-Printer-Projekt.

    © Benjamin Loinger

     

  • © Benjamin Loinger

     

  • Entwurfsskizzen Printex

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  • Das Sofa „Tān“ ist wahrlich multifunktional: vorne Schreibtisch mit zwei Arbeitsplätzen und hinten eine Sofabank zum Ausruhen.

    © Benjamin Loinger

     

     

  • multifunktionales Sofa „Tān“

    © Benjamin Loinger

     

  • Nach getaner Arbeit lässt sich „Tān“ in ein Bett umfunktionieren. Derzeit werden von NWW zwei Prototypen hergestellt, einen erhält der Designer.

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  • Mit nur wenigen Handgriffen verändert es sich vom Büromöbel zum Mittagstisch ...

     

    © Benjamin Loinger

     

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März 2018

Benjamin Loinger

Industriedesigner Benjamin Loinger hält derzeit den Highscore in Sachen Awards am Grazer Joanneum. Es scheint, als schüttle der 26-Jährige seine preisverdächtigen Entwürfe nur so aus dem Ärmel. Noch als Student heimste er mit unterschiedlichen Semesterprojekten Prämierungen ein. So erhielt der gebürtige Tiroler 2015 für seinen „Printtex“-Wanddrucker neben dem Sonderpreis beimStaatspreis Design in der Kategorie „Design Concepts“ weiters den iF Student Design Award. Und bereits ein Jahr später wurde ihm für seine Bachelorarbeit, der Konzeption eines KTM-Elektro-Motorrades, erneut der iF Student Design Award zuerkannt. Der Newcomer erzählt von seinen Projekten, Basteltests und gestalterischen Herausforderungen. 

 

 

 

 

Designer-Vorbilder hat Benjamin Loinger eigentlich keine, denn sich mit jemanden zu vergleichen, könne auch kontraproduktiv sein, gibt er zu bedenken. Schon während des Studiums hat er gelernt, dass jede Arbeit in „irgendeiner Art einzigartig oder bewundernswert ist“, so der Joanneum-Absolvent. „Man muss selber rausfinden, was man machen, verbessern will, und argumentieren, warum es so und nicht anders ausschaut.“ 

Wie es in seiner Wohnung aussieht, will er nicht erzählen, aber auch weil sie strenggenommen nicht die seine ist. Aber zwei Stücke werden beim nächsten Umzug sicher mit dabei sein: Eine „Tizio“ von Artemide und ein „Eames“-Chair. Letzterer schmückt erst seit Kurzem das Wohnzimmer. Die Replika sei aufgrund eines abgebrochenen Kunststoffteils von einem Hotelbetreiber buchstäblich vor die Tür gesetzt worden – und Loinger war zur richtigen Zeit vor Ort.

„Ich bin am Sprung“, so der Industriedesigner, „die Wohnungssuche startet erst, wenn ich weiß, wo mein nächster Lebensmittelpunkt sein wird.“

Die jüngste Prämierung stellt der dritte Platz beim NWW Design Award 2017, der Neuen Wiener Werkstätte, dar. Für die Einreichung hat sich der damals noch an der Masterarbeit werkende Student kaum Zeit genommen. In zwei Tagen entstand die wandelbare Couch „Tān“. Das multifunktionale Möbel lässt sich in einen Arbeitsplatz samt Sofa sowie Bett oder Tisch mit zwei Bänken umfunktionieren. Loinger erklärt: „Tān“ funktioniert in drei Stufen. Steckt man die lose draufgelegte Tischplatte in den Schlitz, erhält man ein Bett. Löst man die Riegel und schiebt sie vor bzw. zurück, wird die Couch-Form wieder hergestellt. Derzeit überprüft ein Techniker der NWW die Machbarkeit. Da ich aufgrund der Tischfunktion keine Querstreben machen konnte, könnte die Stabilität ein kleines Problem darstellen. Als Couch ist es sehr stabil, nur wenn das Möbel als Bett flach gestellt ist, könnte es ein wenig wackelig sein.“ Ob der 26-Jährige mit seiner Befürchtung recht haben könnte, wird sich herausstellen, denn noch existiert das Sofa nur gerendert am Bildschirm. Preisgeld wird keines ausgezahlt, dafür erhält der Gestalter einen extra angefertigten Prototyp des Möbels.

„Der Name kam recht spät. Ich habe lange mit Freunden überlegt … da gab es Sofia, also Sofa-ia usw. Es ist durchaus üblich, Namen oder Begriffe in verschiedene Sprachen zu übersetzen. Aufgrund meines zweimonatigen Praktikums in Japan entstand der japanische Name Tān, was so viel wie ,wenden‘ bedeutet. Das erschien mir passend, weil dort die Betten, also die Tatamis, auch als Tische verwendet werden“, so Loinger. Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Idee gab es kaum. Ihm war wichtig, die drei Funktionen unterzubringen und das Möbel gleichzeitig schlicht und einfach in der Anwendung zu gestalten. Einziger Wermutstropfen: „Das Sofa ist seitlich recht hoch geworden. Mit ein wenig mehr Zeit hätte ich mehr Feintuning machen können …“

Text: Carola Leitner

Lesen Sie weiter in unserer Print Ausgabe vom März 2018 oder online auf
at.readly.com/products/magazine/at/morethandesign

www.loinger-design.at

 

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