• Hotel Andaz Amsterdam

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Andaz Amsterdam, Bar Lounge

    © Marcel Wanders

     

  • Marcel Wanders, Designer des Jahres 2018, verrät uns, dass seine Produkte manchmal funktionieren wie Witze. Der wahre Wert liegt in Dingen, die Gefühle auslösen.

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Andaz Amsterdam, Bar Lounge

    © Marcel Wanders

     

  • An den Wänden des Hotel Andaz in Amsterdam lässt sich die Geschichte der Stadt ablesen. Sogar im Badezimmer. 

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Andaz Amsterdam, Boardroom

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Andaz Amsterdam

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Andaz Amsterdam, Garten

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Andaz Amsterdam, Luster baumeln in überdimensionalen Glockenformen.
    Und überall: Versatzstücke aus dem Portfolio von Marcel Wanders. 

    © Marcel Wanders

     

  • IBEROSTAR Grand Hotel Portals Nous

    © Marcel Wanders

     

  • IBEROSTAR Grand Hotel Portals Nous

    © Marcel Wanders

     

  • IBEROSTAR Grand Hotel Portals Nous

    © Marcel Wanders

     

  • Im Hotel Mondrian in Doha verschmelzen gestalterisch die Welten. Vor allem jene von Marcel Wanders mit jener der arabischen Erzählungen und Volksmärchen.

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Mondrian in Doha

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Mondrian in Doha

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Mondrian in Doha

    © Marcel Wanders

     

  • Hotel Mondrian in Doha

    © Marcel Wanders

     

  • Das Design von Marcel Wanders taucht das Hotel in eine opulente und glitzernde Zauberwelt von Mustern und Formen.

    © Marcel Wanders

     

  • Der „Charleston Chair“ von Moooi: Gestalterische
    Ironie à la Wanders mit dem Holzhammer.

    © Marcel Wanders

     

  • Für den Hersteller Magis entwarf Marcel Wanders so einige Stücke. Darunter auch den Stuhl „Troy“.

    © Marcel Wanders

     

März 2018

Marcel Wanders – Meister der Opulenz

 

Lieber exzentrisch als leise: Für den niederländischen Designer Marcel Wanders liegt der wahre Wert der Dinge in den Gefühlen, die sie auslösen. 

Man muss auch alles nicht so eng sehen. Marcel Wanders ist einer der Designer, die auch den eher lockeren Zugang leben. In ihrer Arbeit. Und vor allem auch in jenem Teil davon, in dem sie Journalisten Interviews geben. Bis oben zugeknöpft muss das Hemd dann auch nicht sein. Genauso wenig formell wirken die Statements, die er zu seinen Arbeiten macht. Den Erwartungen zu entsprechen, in seinen Entwürfen und in seinem Auftreten, ist nicht die Rolle, in der er sich besonders wohlfühlt. Und es ist auch nicht jene, in die ihn die Designwelt, die Produzenten und die Konsumenten, vorsorglich eingeordnet haben. Eine romantische „Design muss allen dienen“-Verklärung oder „Design muss die Welt verbessern“-Attitüden, so etwas will Wanders nicht liefern. Diesen Sektor bedienen andere Kreative. Doch Wanders bedient auch Bedürfnisse, jene von ganz bestimmten Zielgruppen vor allem. Und unter ihnen sind auch jene, in denen man sich selbst vielleicht nicht sofort wiederfindet. Dafür eine Klientel, die ihren ausgefallenen Geschmack und den Umstand, dass sie sich ihren Geschmack auch leisten kann, gerne zur Schau stellt. „More than Design“ traf den niederländischen Designer in Köln anlässlich seiner Auszeichnung „Designer des Jahres 2018“, die er vom renommierten Magazin „Architektur & Wohnen“ verliehen bekommen hat.

Alle, für die Extravaganz im Design ein Qualitätsmerkmal darstellt, bedient Marcel Wanders seit über 25 Jahren mit Ideen und innovativen Zugängen, vor allem auch in ästhetischer Hinsicht. Seine Entwürfe und Konzepte skaliert er dabei vom Maßstab einer Blumenvase bis auf die Größer ganzer Hotels. Und bei all dem lässt Wanders gerne einen seiner wichtigsten Charakterzüge spüren: diese rebellische Attitüde, die er über die letzten Jahre kultiviert hat. So konsequent, dass manche Synonyme und Attribute schon ziemlich beharrlich an dem niederländischen Designer kleben: „Enfant terrible“ des Designs ist so ein gängiges. Oder noch klischeebeladener: „Rockstar“ des Designs. Zumindest unternimmt Wanders heute noch immer recht wenig, um diesen Attributen nicht gerecht zu werden. Scheint ihm dann doch zu gefallen. Die Konventionen, die andere aufgestellt haben, sind die Linien, die er selbst gerne in seinen Entwürfen überschreitet. Doch dieser Gestus der Abweichung von der Norm ist dabei selbst eine Linie, die er in seinen Produktionen und Interiors erfolgreich fährt, seit langer Zeit. Dabei darf sich diese Linie auch gerne mal ornamental verirren, sich kräuseln oder eine Extrarunde drehen, die andere Designer vielleicht nicht unbedingt für notwendig erachtet hätten. Ein bisschen dicker auftragen, vor allem mit Mustern, Ornamenten und Fantasy-Fiktion-Glasur, das macht Wanders gerne. 

Geradlinig ist Wanders dagegen in vielen seiner Aussagen. Auch für seinen Design-Exzentrismus wurde der Niederländer vom renommierten Magazin „Architektur und Wohnen“ zum Designer des Jahres 2018 ausgerufen. So hat er sich in die Hall-of-Fame einer inzwischen traditionellen Designauszeichnung eingereiht, die jährlich aus Anlass der Möbelmesse IMM Cologne in Köln vergeben wird. Jetzt hat Wanders auch seinen Ehrenplatz in der Riege, in der schon Granden, Meister und Genies wie Achille Castiglioni oder Patricia Urquiola Mitglied sind. So ein Rampenlicht, das ist genau das Ambiente, in dem er sich wohl fühlt. Denn leise sein, das liegt ihm genauso wenig wie puristische oder minimalistische Zugänge. 

Text: Norbert Philipp

Lesen Sie weiter in unserer Print Ausgabe vom März 2018 oder online auf
at.readly.com/products/magazine/at/morethandesign

 

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