• Das Concept Car RX Vision führt die KODO-Designphilosophie auf eine nächste Stufe.

    Visualisierung: © Mazda

     

  • KODO Design bedeutet Emotion, Charakterstärke und pure, klare Linien.

    Visualisierung des CX-5: © Mazda

     

     

  • Das grundsätzliche KODO-Designkonzept findet in den jeweiligen Modellen seine eigene Ausprägung, bleibt aber immer unverkennbar. Hier der MX-5.

    Foto: © Mazda

     

  • Designchef Europa Kevin Rice (rechts im Bild) erklärt den anwesenden Journalisten in Oberursel im Rahmen eines Workshops die Designprozesse bei Mazda.

    Foto: Bernd Schuster

     

  • Eine entscheidende Phase im Entwicklungsprozess eines neuen Modells ist das Modellieren mit Ton. Im Bild: Yuji Ishimoto im Mazda-Designzentrum mit seinem Werkstoff.

    Foto: Bernd Schuster

     

  • Mazda-Designer Mickael Loyer bei der Arbeit.

    Foto: Bernd Schuster

     

  • Die Mazda MX-5 Variante mit Retractable Fastback mit Klappdach, kurz RF genannt.

    Foto: © Mazda

     

     

  • Mit dem CX-5 wurde auch die neue Farbe Soul Red Crystal eingeführt, mit der die Themen Bewegung und Emotion besonders betont werden.

    Foto: © Mazda

     

Juli 2017

Die Emotion der Bewegung – KODO Design

Der Stellenwert des Designs hat auch im Bereich Auto in den letzten Jahren stetig zugenommen. Sowohl in puncto medialer Aufmerksamkeit als auch im Hinblick auf die internen Abläufe bei den Autoherstellern selbst. Bestes Beispiel dafür ist der Autobauer Mazda. Als Ausdruck der gestiegenen Wertschätzung und Bedeutung haben die Japaner ihrer Designphilosophie einen eigenen Namen gegeben: KODO. Dieses Designkonzept impliziert einerseits die Bewegung (Motion), andererseits Charakterstärke, Sensibilität und Emotion. Die Grundlage für all diese Eigenschaften findet sich in japanischer Ästhetik und Philosophie und wird im Slogan „Soul of Motion“ zusammengefasst. Aber was bedeutet „KODO: Soul of Motion“ eigentlich genau?

Mazda-Chefdesigner Ikuo Maeda drückt es so aus: „Es geht darum, Autos zu kreieren, die die dynamische Schönheit des Lebens verkörpern. Autos, die auf visuelle Art unterschiedliche Ausdrücke dieser Energie wiedergeben. Wir in Japan glauben, das Handwerker den Dingen Leben einhauchen, also Objekte, die von Handwerkern mit Liebe und Achtsamkeit bearbeitet wurden, haben eine lebendige Kraft, haben eine Seele. Für jeden Mitarbeiter bei Mazda ist ein Auto nicht nur ein Ding, um von A nach B zu kommen, sondern ein Partner, auf den man sich verlassen kann und der auch inspiriert. Deshalb wollen wir mit unseren Autos den Eindruck von unmittelbarer Bewegung schaffen. Dafür steht KODO Design.“

Am Anfang eines Designprozesses steht bei Mazda die Skulptur – ein sehr innovativer, experimenteller und künstlerischer Zugangspunkt zur Gestaltung von Autos. Diese erste Skulptur ist die Blaupause für alles, was danach folgt. Das Gefühl und der Eindruck, die damit vermittelt werden, sollen sich letztendlich bis zum fertigen Auto durchziehen. Nach der Skulptur folgen die Papierskizzen, das Tonmodell und schließlich die 3-D-Modelle am Computer. Wichtig ist vor allem das Modellieren mit Ton, denn bei dieser Arbeit kommen wiederum die handwerklichen und künstlerischen Aspekte zum Tragen. Immerhin ist das Tonmodell der Ausgangspunkt für die folgende konkrete Massenproduktion.

Einen hohen Stellenwert nehmen bei Mazda auch die Themen Farbe und Materialien ein. So hat etwa die Entwicklung von Soul Red Crystal, die mit dem CX-5 eingeführt wurde, nach sehr vielen Stunden intensiver Arbeit, zu einer Farbe geführt, die in Sachen Strahlkraft und Tiefe ihresgleichen sucht. Auch die Art und Weise der Lackierung spielt dabei eine Rolle. Auf jeden Fall ist Rot die typische Mazda-Farbe. Immerhin werden im Schnitt 25 % aller Mazda-Autos in Rot verkauft (in manchen Ländern bis zu 45 %). In der Gesamtstatistik der Autoverkäufe kommt Rot gerade mal auf ca. 5 %.

Die hohe Wertschätzung für Design und seine Bedeutung im Entwicklungsprozess neuer Modelle soll natürlich auch gegenüber den Medien kommuniziert werden. Deshalb lud Mazda eine ganze Reihe von Journalisten aus ganz Europa nach Frankfurt (Oberursel) ins Mazda Europe R&D Centre zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Mazda Design Experience“, deren Hauptzweck es war, einen genaueren Einblick in den Designprozess bei Mazda zu gewähren. Kevin Rice, Designchef von Mazda Europa vermittelte dabei nicht nur viel Grundsätzliches zur Mazda Designphilosophie, sondern gab auch konkrete Einblicke in den Ablauf von Design- und Entwicklungsprozessen beim Autobauer. So sei es nicht so, dass alle Vorgaben vom japanischen Hauptsitz in Hiroshima kommen würden, sondern alle Büros (in Japan, Europa und den USA) würden gemeinsam an neuen Entwicklungen arbeiten und die jeweils besten Ideen dann weiter ausgeführt. Der zentrale Teil der Veranstaltung war ein Workshop, bei dem Journalisten mit Designern gemeinsam an Entwürfen arbeiten durften und dadurch hautnah miterleben konnten, wie mitunter frustrierend die Gestaltungsfindung sein kann.

Im Verhältnis zwischen Design und Technik haben die Designer in den letzten Jahren ein bisschen aufgeholt und sich im Spannungsfeld von technischen Regularien, legistischen Vorschriften und technologischen Innovationen besser behauptet. Gerade auch die Designprozesse bei Mazda zeigen, dass sich der Stellenwert von Design in der Autobranche gewandelt hat. Das Ergebnis ist eine Gestaltungssprache, die sehr eigenständig und absolut zeitgemäß ist.

www.mazda.at

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