• Ein Löschflugzeug im Einsatz gegen die verheerenden Waldbrände. © AP Photos/Jae C. Hong 

  • Ein Feuerwehrmann überwacht einen Brandherd am Berg. © AP Photos/Jae C. Hong 

  • Zwei Feuerwehrmänner durchkämmen die Ruine eines Hauses. © AP Photos/Marcio Jose Sanchez 

  • An allen Ecken und Enden wird gegen das Feuer gekämpft. © AP Photos/Ringo H.W. Chiu 

  • Regelmäßig riskieren die Einsatzkräfte ihr Leben, um zu retten, was noch zu retten ist. © AP Photos/Ringo H.W. Chiu 

November 2018

Die verheerende Wirkung des Woolsey Feuers

Das sogenannte Woolsey Fire hatte eine verheerende Wirkung auf die Wahrzeichen von Los Angeles: Zahlreiche Häuser von Prominenten, berühmte Filmkulissen und Kulturdenkmäler wurden durch das seit dem 8. November wütende Lauffeuer völlig zerstört.

© AP Photos/Reed Saxon

© Getty Images/Washington Post/Kyle Grillot

Da bisher noch keine wirksame Gegenmassnahme gefunden wurde, um das Woolsey-Lauffeuer daran zu hindern, sich vom San Fernando Valley bis an die Pazifikküste auszubreiten, beginnt der Begriff "katastrophal" nicht einmal annährend den Verlust zu beschreiben mit dem sich Kalifornien aktuell konfrontiert sieht - und das nur ein Jahr nach dem letzten verheerenden Waldbrand. Abseits der Zerstörung der natürlichen Landschaft hat das Woolsey-Feuer zusammen mit dem zeitgleich ausgebrochenen Camp-Feuer an den Sierra Nevada-Vorbergen bisher 31 Menschenleben gefordert und sich zum tödlichsten Brand in der Geschichte Kaliforniens entwickelt. Aufgrund der tausenden Hektar verbrannten Lebensraums mussten Hunderttausende Einwohner evakuiert werden.

Zahlreiche Prominente wie Gerard Butler, Miley Cyrus oder Robin Thicke haben in den Flammen bereits ihre Häuser verloren. Während die prächtigen Malibu-Residenzen von Frank Gehry, John Lautner und Herbert Kameon und auch der Arch Oboler Complex von Frank Lloyd Wright sowie die Getty Villa - die als Zufluchtsort für Feuerwehrleute und Ersthelfer im umfunktioniert wurde - bisher überlebt haben, erging es bdeuetenden Hollywood-Sets und Häusern wesentlich schlechter. So wurde etwa eine Nachbildung eines Sets aus der berühmten Fernsehserie M*A*S*H völlig zerstört ​​- das Original fiel ironischerweise übrigens 1982 einem anderen Feuer zum Opfer. Ebenso erging es der Western-Stadt auf der Paramount Ranch in Agoura Hills, die zuletzt in der HBO-Serie Westworld als Set diente: Der Großteil des Sets liegt in Schutt und Asche, nur die Kirche steht noch.

Da sich die Feuer bisher ungehindert ausbreiten konnten, wurden auch viele geschichtlich relevante und kulturelle Gebäude und Liegenschaften beschädigt oder zerstört. So verlor etwa die Peter Strauss Ranch, eine historische Destination für Live-Musik seit den 1930er Jahren, den Großteil ihrer Gebäude. Im Malibu Canyon wurde das historische 1863 erbaute Sepulveda Adobe-Haus dezimiert und auch die Saddle Rock Ranch, ein beliebter Weinberg und Wildpark, erlitt erhebliche Schäden am Anwesen. Und als ob das nicht schon genug wäre: Die Mitarbeiter suchen immer noch nach zahlreichen verloren gegangenen Tieren. In akuter Gefahr befindet sich auch die Ronald Regan Ranch, das ehemalige Anwesen des Präsidenten, das jetzt zum Malibu Creek State Park gehört, der am vergangenen Wochenende erstmals von den Flammen angegriffen wurde. Mit extremer Besorgnis wird die schwere Beschädigung des Santa Susana Field Laboratory gesehen: Die Anlage, die sich heute im Besitz von Boeing befindet, ist seit 1949 das Zuhause mehrerer Atomreaktoren, wodurch die Angst vor austretender Nuklearenergie immer größer wird. 

www.lacounty.gov/woolseyfire

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